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Fernweh Magazin – 1. März 1983

Fernweh Magazin, 1983

FERNWEH VOM KGB FINANZIERT?

Helnwein - Titelbild eines weinenden Mannes sorgt für Aufregung
Eine an Bresschnews selig Tante erinnernde Stimme am Telefon schreckte FERNWEH-Verlagsleiter Walter Voigt aus dem Vormittagsschlaf. Es ging um den Titel der FERNWEH-Erstasugabe, den "Weinenden Mann". Die aufgeregte Dame meinte, denselben zu kennen, und fragte nach der Adresse des traurigen Herrn.

Eine an Bresschnews selig Tante erinnernde Stimme am Telefon schreckte FERNWEH-Verlagsleiter Walter Voigt aus dem Vormittagsschlaf. Es ging um den Titel der FERNWEH-Erstasugabe, den "Weinenden Mann". Die aufgeregte Dame meinte, denselben zu kennen, und fragte nach der Adresse des traurigen Herrn.

Verwirrt bat Voigt um einen Besuch in der Redaktion. Wenig später erschienen zwei vornehme Russinen und ein würdiger Greis. Es stellte sich heraus, daß unser Titelheld angeblich vom KGB in einer Nervenheilanstalt festgehalten worden war bzw. jetzt in einer ebensolchen in Österreich vermutet wird.

Erst nach zwei Stunden verließ die mysteriöse Troika die Redaktion, nicht ohne versucht zu haben, dem total genervten Voig in kyrillischer Schrift verfaßte Manuskripte des Greises anzudrehen.

Ein Tip für Helnwein-Fans: Vom 10. März bis zum 8.Mai findet im Münchener Stadtmuseum eine Superausstellung des Wieners statt.

01.Mar.1983 Fernweh